Definition
Künstliche Intelligenz, deren Infrastruktur, Daten und Modelle vom Unternehmen kontrolliert werden, ohne rechtliche Abhängigkeit von einem ausländischen Betreiber.
Souveräne KI bezeichnet einen Ansatz der künstlichen Intelligenz, bei dem die Organisation durchgängig die Kontrolle behält: Die Daten verlassen nie ihren rechtlichen und technischen Rahmen, die Modelle können auf der eigenen Infrastruktur betrieben werden, und kein ausländischer Anbieter kann auf die verarbeiteten Inhalte zugreifen oder den Dienst einseitig abschalten.
In der Praxis entscheidet sich Souveränität auf drei Ebenen: rechtlich (der Betreiber unterliegt keinen extraterritorialen Gesetzen wie dem US-amerikanischen CLOUD Act), technisch (On-Premises-Bereitstellung oder vertrauenswürdige Cloud, lokal laufende Open-Source-Modelle) und operativ (keine Abhängigkeit von einem einzigen Modellanbieter).
Eine Steuer- und Buchhaltungskanzlei installiert ihren Assistenten auf einem Server, der in Frankreich von einem französischen Anbieter gehostet wird. Die Jahresabschlüsse ihrer Mandanten verlassen diesen Bereich nie und werden nie zum Training eines Modells verwendet.
Sobald Sie Kunden-, Gesundheits-, Rechts-, Finanz- oder strategische Daten verarbeiten oder wenn Ihre eigenen Kunden Sie fragen, wohin ihre Informationen gelangen.
Ist souveräne KI weniger leistungsfähig?
Für die allermeisten geschäftlichen Anwendungen: nein. Aktuelle Open-Weight-Modelle können beim Verfassen, Zusammenfassen und Analysieren von Dokumenten mit den großen proprietären Modellen mithalten und bleiben dabei unter Ihrer Kontrolle.
Alle KI-Modelle, auf Ihrer Infrastruktur bereitgestellt, mit Ihren Dokumenten verbunden.